Alpakafreundliches Düngen!

Kamel mit gutem Draht zu Menschen

Alpakas stammen aus den südamerikanischen Anden und sind eine domestizierte Kamelform. Im Gegensatz zu Lamas, die der selben Tiergattung angehören, wurden diese Tiere aber nie als Lasttiere eingesetzt, sondern vorwiegend ihrer Wolle wegen gezüchtet. Ein positiver Nebeneffekt dieser Tatsache besteht darin, dass aus diesem Grund Alpakas ihre Halter nicht bespucken.

Warum? Ganz einfach: weil sie im Gegensatz zu ihren Verwandten nie schwere Lasten zu tragen hatten. Dieser Umstand stimmt das Pako (Vicugna pacos) ganz einfach menschenfreundlich!

Pflanzenfresser mit enormem Appetit und Sinn für Reinlichkeit

Alpakas ernähren sich fast ausschließlich von Gräsern. Sie nehmen davon immerhin ca. 2 − 2,5 kg am Tag auf – dem dreiteiligen, die Verdauung abwickelnden Magen sei Dank! Eine Herde Alpakas grast dabei eine Weide durch Abbeißen des Grases relativ weit unten ab. Dabei hilft das Zusammenspiel von Schneidezähnen und integrierter Kauplatte.

Pakos sind sehr soziale Tiere, die sich in Gruppen am wohlsten fühlen. Da gilt es auch klare Regeln einzuhalten. Eine davon ist, dass die „Wiese” sauber gehalten wird. Dabei legen sie einen Kotplatz fest, an dem sie ihr Geschäft verrichten – sozusagen ein öffentliches WC, der Rest dient der Nahrungsaufnahme und sonstigen Erfreulichkeiten.

Das Problem: Hohe Anforderungen an die Qualität der Weide

Die beschriebenen Umstände führen dazu, dass die Haltung dieser Tiere enorme Flächen benötigt, was in den Hochländern Südamerikas kein Problem darstellt. In den neu eroberten europäischen Lebensräumen, beispielsweise in den „österreichischen Anden”, erfordert dieser Umstand jedoch kreative Lösungen. Die beschränkte Verfügbarkeit von Weideflächen gepaart mit massivem Appetit und Reinlichkeit führt zwangsläufig dazu, dass die Qualität des Nahrungsangebots auf einer beschränkt verfügbaren Fläche den Anforderungen der Kamelgemeinschaft entsprechend gestaltet sein muss.

Das bedeutet: Die Nahrung (=das Gras) muss kräftig nachwachsen, die Bewegungsfreiheit der Alpakas soll gleichzeitig nicht eingeschränkt werden und die Reinlichkeit der Tiere berücksichtigt werden.

Also ergeben sich folgende Anforderungen an Düngemittel, die in dieser speziellen Umgebung zum Einsatz gelangen könnten:

  • Die Alpakas sollen die Weide sofort nach dem Düngen wieder betreten können oder diese im Optimalfall gar nicht verlassen müssen
  • Der eingesetzte Dünger muss maximal unbedenklich für die Tiere sein, da die Wiese als Hauptnahrungsmittel dient
  • Das verwendete Produkt darf zu keinen Verunreinigungen und/oder Beeinträchtigungen der Reinheitsliebe der Tiere führen

Komplexe Anforderungen, die letztlich nur ein veganer, vollwertiger Dünger abdecken kann!

Die Lösung: Nachhaltige Produkte in höchster Qualität mit herausragenden Eigenschaften

Der österreichische Zuchtverband für Alpakas, die Alpaca Association Austria, war auf der Suche nach Produkten, welche die klar umrissenen Anforderungen erfüllen können und ist dabei auf ein kleines Unternehmen gestoßen, das sich zum Ziel gesetzt hat, außergewöhnliche Produkte mit einem überaus hohen Qualitätsanspruch zu entwickeln und zu vermarkten. Eine Reihe von Abstimmungen, Vorträgen, Wissensaustausch und Annäherungen auf tierischer und menschlicher Ebene waren die Folge. Hohe Werte und nachhaltiges Agieren liegt dem Thema Züchtung zugrunde und so war es nicht überraschend, dass sich die Dinge positiv entwickelt haben. Es galt, die Eignung, den nachvollziehbaren Nutzen sowie die praktische Anwendbarkeit der Umweltpionier Naturdünger anhand der Umsetzung in einem Zuchtbetrieb zu beweisen.

Alpakafarm Ahorn: „proof of concept”

Was wäre wohl sinnvoller, als die Wirksamkeit unserer Produkte in einem Mitgliedsbetrieb des österreichischen Zuchtverbandes nachzuweisen? In diesem Fall konnten wir einen Betrieb gewinnen, dessen Betreiber als Vorstandsmitglied des Verbandes ein wohl sehr kritisches Auge auf die Ergebnisse des Einsatzes von Umweltpionier Rasendünger werfen würde. Auf einer Seehöhe von 825 m lebt eine Gruppe von Alpakas in einer idyllischen Umgebung im Gemeindegebiet von Ahorn im oberen Mühlviertel, zwischen Traberg und Helfenberg. Umsorgt  mit viel Liebe, Engagement und Herzblut von Ingrid Friedl und Sepp Peninger, Betreiber der Alpakafarm Ahorn.

Die Rückmeldungen, die wir heuer im Rahmen eines Besuches in Ahorn erhalten haben, sind mehr als erfreulich. Es hat sich klar gezeigt, dass Umweltpionier Problemlösungskompetenz in höchster Qualität anbieten konnte und die außergewöhnlich hohen Ansprüche erfüllen konnte.

Ingrid Friedl:

„Ich kann die Tiere auf der Weide lassen und die Tiere fressen einfach weiter. Bei anderen Düngern musst Du die Alpakas über Wochen wegsperren.”

Sepp Peninger:

„Die Wiese schaut jetzt ganz anders aus. Wir haben jetzt ein ganz feines Untergras, das wir vorher nicht hatten. Da ist vorher eher Moos gewachsen.”

 

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Alpakafarm Ahorn

Ingrid Friedl und Sepp Peninger

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