Der Feind in meinem Beet

Eine klare Ansage

„Alle Welt diskutiert über das Uran im Atomendlager Asse. Tatsächlich wird Jahr für Jahr Uran in gleicher Größenordnung mit mineralischen Phosphordüngern in deutschen Böden eingebracht, wie die Asse enthält.“

Professor Ewald Schnug, Hochschullehrer und Präsident des Internationalen Wissenschaftlichen Zentrums für Düngemittel (CIEC).

Wir beschäftigen uns seit Jahren intensiv mit der Auswirkung von Düngemitteln auf Böden und somit zwangsläufig auf die Menschen sowie den Zusammenhängen von Düngung und Bodenqualität bzw. Bodenleben. Wir waren schockiert, als wir o. a. Zitat im Beitrag „Der Feind in meinem Beet“ der ÖKO-TEST Ausgabe Mai 2013 gelesen haben. Seither sind mehr als 3 Jahre vergangen, in denen wir hoffentlich dazu beitragen konnten, einen kleinen Schritt in die aus unserer Sicht notwendige Richtung zu gehen.

Toxische, schwer abbaubare Stoffe

Die Lektüre des vollständigen Artikels erhöht den Zustand der Verstörung darüber, wie die Wirtschaft mit unserem Lebensraum Boden umgeht. Wir reden von toxischen, schwer abbaubaren Stoffen, die bei Menschen lange Zeit im Fett gespeichert werden. Schwermetalle, die in Form von Cadmium über Dünger von den Pflanzen direkt aufgenommen werden, landen zwangsläufig direkt im Essen. Der Anteil von Uran in Düngemitteln hat zur Folge, dass sich dieses im Körper anreichert und Krebs verursachen kann!

Dies sind nur ein paar „Highlights“, die die Redaktion von ÖKO-TEST aufgedeckt hat. Der Artikel zeigt aber auch auf, dass der rechtliche Rahmen für jene Produzenten offensichtlich Spielraum offen lässt, die diesen auch gerne nutzen, um den Rahmen für das Machbare bis an die absoluten Grenzen zu schrauben.

Darüber hinaus findet man in diesem Artikel auch einige sehr gut dargestellte Softfacts, welche gute Zusatzinformation für die Bewertung sinnvollen (Nicht-)Einsatzes spezieller (Guano-) sowie alternativer (Kompost-)Düngemitteln bespricht.

Mut und Wut machend

Alles in allem ein aufrüttelnder, trauriger, erschütternder, aufdeckender, Mut machender, Wut machender und wichtiger Beitrag, der es leider wie so viele – auf dieser Plattform noch zu besprechende – gut recherchierte Veröffentlichungen nicht schafft, eine Veränderung in unserer gelernten „lemmingsaffinen“ Konsumgesellschaft zu bewirken.

Unser Tipp

Lesen und Handeln!

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